Bei der diesjährigen Siegerehrung der Gaumeisterschaften im Rupertigau stand neben den sportlichen Erfolgen ein ganz besonderer Moment im Mittelpunkt: Zum letzten Mal wurde der traditionsreiche Alfred-Schindler-Pokal vergeben. Seit vielen Jahren wird dieser Pokal unter der Schützenjugend bei der Gaumeisterschaft ausgeschossen. Dabei stellt sich eine Mannschaft aus einem Schützen der Schüler-, Jugend und Juniorenklasse zusammen. Der Stifter hat seit jeher zugesichert, die Auszeichnung bis zu seinem 90. Geburtstag weiterzuführen – ein Versprechen, das er bis zuletzt eingehalten hat. In diesem Jahr fand diese Ära nun ihren feierlichen Abschluss.
Alfred Schindler war über viele Jahre hinweg Schützenmeister bei der SG Edelweiß Adelstetten und prägte das Vereinsleben maßgeblich. Heute trägt er den Titel des Ehrenschützenmeisters und bleibt dem Schützenwesen weiterhin eng verbunden.
Umso passender war es, dass in diesem besonderen Jahr eine Mannschaft aus seinem Heimatverein Adelstetten den Pokal für sich entscheiden konnte. Damit ging die Trophäe gewissermaßen „nach Hause“ und sorgte für einen emotionalen Höhepunkt der Veranstaltung.
Allerdings war die Beteiligung in diesem Jahr leider gering, sodass nur wenige Mannschaften an den Start gingen. Das Siegerteam aus Adelstetten setzte sich aus drei Nachwuchsschützen zusammen: Unterreiner Veronika 393,6 Ringe (Juniorin), Unterreiner Johannes 380,3 Ringe (Jugend) und Hiersig Florian 181,3 Ringe (Schüler). Gemeinsam bildeten sie ein Gesamtergebnis von 955,2 Ringe. Mit dieser Leistung setzte sie sich vor der zweitplatzierten Mannschaft mit 921,9 Ringen, geschossen von: Hiersig Maximilian 389,5 Ringe (Junior), Niederstraßer Lia-Melanie 370,1 Ringe (Jugend), Kamml Andreas 162,3 Ringe (Schüler).
Trotz der überschaubaren Teilnehmerzahl bleibt die letzte Vergabe des Alfred-Schindler-Pokals ein besonderer Moment in der Geschichte der Gaumeisterschaften.
Gleichzeitig ist jedoch auch für die Zukunft gesorgt: Der 1. Gauschützenmeister Hannes Baumann hat sich dazu bereit erklärt, die Tradition fortzuführen und künftig einen neuen Pokal unter seinem Namen – den Hannes-Baumann-Pokal – zu stiften. Damit soll insbesondere das Jugendschießen weiterhin gefördert und lebendig gehalten werden.

